Luftdruckwaffe
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Munition für Luftdruckwaffen unterliegt keiner Erwerbsbeschränkung. Als Geschosse kommen Rundkugeln, Federbolzen und die so genannte „Diabolo“-Geschosse in Betracht (ein tailliertes Hohlboden-Langgeschoss, das sich im Moment der Schussabgabe etwas aufweitet). Letztere sind heute allgemein üblich, da sie die größte Schusspräzision versprechen. Das weitest verbreitete Kaliber beträgt 4,5 mm (.177), daneben werden auch LG/LP in den Kalibern 5,6 mm (.22) und 6,35 mm (.25) hergestellt.
Luftgewehre und Luftpistolen sind als Einzel- und Mehrlader erhältlich. Nach ihrem Funktionsprinzip lassen sie sich grob untergliedern in Waffen, bei denen der Gebrauchsgasdruck bei der Schussabgabe aufgebaut wird (so genannte Federdruckwaffen) und solchen, die eine bereits unter Druck stehende Luft- oder Kohlendioxidmenge aus einer an der Waffe befestigten Kartusche im Moment des Schusses durch Ventilbetätigung freigeben. Federdruckmodelle sind konstruktiv einfacher, dabei robust und leistungsstark. Sie haben allerdings den Nachteil eines recht starken Prellschlages beim Schuss. Dieser Nachteil wird bei Waffen, die mit Pressluft oder Kohlendioxid arbeiten, vermieden. Der „Rückstoß“ ist angesichts der sehr geringen Geschossgewichte und des relativ geringen Gasdrucks bei Luftdruckwaffen dagegen vernachlässigbar.
Luftgewehre und -pistolen werden heute in erster Linie als sehr teure und hochspezialisierte Sportgeräte (bis hin zu olympischen Wettbewerben) verwendet, sowie bei einfacheren Modellen zum gelegentlichen Freizeitschießen (u.a. bei Schießbuden auf dem Jahrmarkt). Starke „Weitschussluftgewehre“ kommen u.a. beim „Field Target“-Schießen zum Einsatz (Schießen auf Metallsilhouetten auf wechselnde Entfernungen, eine Schießsportdiziplin des BDS (Bund Deutscher Sportschützen). Der früher geläufige Einsatz zur Schädlingsbekämpfung in Haus und Hof (z.B. auf Stare in Obstbäumen, Ratten etc.) ist aus Sicherheitsgründen und waffen- sowie tierschutzrechtlichen Erwägungen abzulehnen.
Luftgewehre und -pistolen sind keinesfalls als „Spielzeuge“ anzusehen. Bei ihrem Gebrauch sind alle für den Umgang mit Schusswaffen geltenden Sicherheitsregeln unbedingt zu beachten (vgl. § 2 und 3 WaffG - „Umgang mit Waffen oder Munition“). Dies gilt auch für die so genannten „erlaubnisfreien“ Waffen, die jeder Erwachsene besitzen darf. Auch bei einer Mündungsenergie von max. 7,5 Joule sind schwere (unter Umständen auch tödliche) Verletzungen möglich. Auf geeignete, stabile Kugelfänge ist zu achten, Vorkehrungen gegen Gefährdungen durch Abpraller und „Querschläger“ sind erforderlich.
Weblinks
- http://www.muzzle.de (Sehr interessante Seite für freie Waffen)
- http://www.co2air.de/wbb2/lexicat-2-Druckluft-und-CO2.html (Communitybasiertes Lexikon zu freien Waffen, Kategorie Druckluftwaffen)
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